Jahresbericht 2024

Jahresbericht 2024

Der gemeinsame Jahresbericht „Krebs in Niedersachsen“ des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN), des Klinischen Krebsregisters Niedersachsen (KKN) und der Klinischen Landesauswertungsstelle (KLast) ist auch in diesem Jahr als Kurzbericht gestaltet und gibt einen Überblick über das Krebsgeschehen in Niedersachsen im Diagnosejahr 2023.

Seit dem Start des Routinebetriebes des KKN im Juli 2018 verzeichnen die Krebsregister knapp vier Millionen Vorgänge im Melderportal – darunter etwa 615.000 Diagnose-, circa 2,6 Millionen Therapie- und Verlaufsmeldungen sowie etwa 700.000 Pathologiemeldungen.

Das EKN hat für das Diagnosejahr 2023 in Niedersachsen 51.300 Krebsneuerkrankungen registriert (26.829 bei Männern und 24.471 bei Frauen). Im
gleichen Jahr verstarben 23.133 Menschen an einer Krebserkrankung (12.446 Männer und 10.687 Frauen). Männer erkrankten im Mittel (Median) mit 71 Jahren, Frauen mit 69 Jahren. Das mittlere Sterbealter liegt für Männer bei 74,4 und für Frauen bei 74,7 Jahren.

Die drei häufigsten Krebserkrankungen sind bei Männern Prostata-, Lungen- und Darmkrebs, bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Sie machen jeweils mehr als die Hälfte aller Krebsneuerkrankungen aus. Bei den häufigsten Krebstodesursachen steht bei Männern Lungenkrebs mit Abstand vor Prostata- und Darmkrebs an erster Stelle. Bei Frauen hat Lungenkrebs erstmalig Brustkrebs an erster Stelle abgelöst, Darmkrebs folgt an dritter Stelle.

Grafik zu den häufigsten Krebserkrankungen aufgeteilt zwischen den Geschlechtern.

Das EKN wertet die Daten bevölkerungsbezogen aus, das heißt, es berichtet über Krebserkrankungen von Personen mit Wohnort in Niedersachsen, unabhängig davon, wo sie diagnostiziert wurden. Zudem stellt das EKN umfangreiche Auswertungen in einem interaktiven Bericht und einem regionalen Krebsatlas)(öffnet sich in einem neuen Fenster) zur Verfügung.

KKN und KLast analysieren die Krebsregisterdaten behandlungsortbezogen.

Auswertungen zu Entwicklungen bei den Therapien im KKN sind in einem breiten Versorgungskontext möglich. Sie stellen eine Erweiterung zur Evidenz klinischer Studien dar. Mit den Daten des KKN lassen sich u. a. die neuesten Therapieentwicklungen und leitliniengerechte Behandlung analysieren. Bezogen auf Personen mit Leberkarzinom und systemischer Therapie stieg beispielsweise der Anteil der neuen sogenannten Checkpointinhibitoren (Immuntherapeutika) von 20 % auf 55 % (Diagnosedatum 2019 bzw. 2023).

Der aktuelle Bericht geht näher auf die Qualitätskonferenz zum Pankreaskarzinom (November 2023) sowie auf die im Jahr 2024 durchgeführten Konferenzen zu den Themen Ösophagus-/Magenkarzinome, Leber-/Gallengangskarzinome und Ovarialtumoren ein.

Die KLast hat beispielhaft für Pankreaskrebs und Brustkrebs eine Sonderauswertung zu Altersunterschieden bei der onkologischen Versorgung durchgeführt. Hauptergebnis: Bei älteren Patientinnen und Patienten besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine Therapie durchgeführt oder gemeldet wird. Dies gilt besonders für systemische Therapien.

Sie können den Jahresbericht hier einsehen (PDF, nicht barrierefrei)(öffnet sich in einem neuen Fenster).

Den ausführlichen interaktiven Bericht finden Sie auf den Seiten des EKN und der KLast.

Zwei Jahre Melderportal und Echtbetrieb

Zwei Jahre Melderportal und Echtbetrieb

01.07.2020 –

Als das KKN am 01.07.2018 mit dem Melderportal an den Start ging und den Echtbetrieb aufnahm, endete eine lange Vorbereitungsphase für die klinische Krebsregistrierung nach den Anforderungen des KFRG auch in Niedersachen. Gleichzeitig begann eine Zeit der vollständig papierlosen und strukturierten Tumordokumentation – sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich.

Während Niedersachsen noch laufen lernte, verfügten die meisten Bundesländer bereits über die notwendigen Strukturen und erfassten Daten. Auf den späten Start folgte ein schneller Aufbau, der nicht so erfolgreich verlaufen wäre, wenn wir nicht auf die Erfahrungen und die Vorarbeit der anderen Bundesländer hätten zurückgreifen können. Das in Niedersachsen eingesetzte Melderportal (öffnet sich in einem neuen Fenster) wurde in Kooperation mit sieben anderen Bundesländern beauftragt und umgesetzt und wird laufend optimiert. Im Zuge der Kooperation mit dem EKN stellte die Vertrauensstelle des EKN auch auf diese webbasierte Anwendung um. Die innerhalb des KKN für die Meldungsbearbeitung verwendete Software-Lösung wurde aus dem Saarland übernommen und wird aktuell mit Bremen, Schleswig-Holstein und Saarland gemeinsam weiterentwickelt.

Zwei Jahre später ist aus einer kleinen Gruppe von sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Team aus 52 hoch qualifizierten und hoch motivierten Kolleginnen und Kollegen entstanden, aus zwei Handvoll Testmelderinnen und Testmeldern sind 2.400 aktive Meldestellen registriert/erfasst worden; die Anzahl der eingegangenen Meldungen beträgt inzwischen etwa 1.200.000.

Am 31.08.2020 veröffentlichte der GKV-Spitzenverband (öffnet sich in einem neuen Fenster) das aktuelle Prognos-Gutachten (öffnet sich in einem neuen Fenster), das den Umsetzungsstand der Förderkriterien zum 31.12.2019 beschreibt. Nachdem Niedersachen 2017 wegen fehlender Strukturen als einziges Land nicht bewertet werden konnte, hat es im Jahr 2018 bereits 15 von 43 und im Jahr 2019 insgesamt 31 von 43 Förderkriterien offiziell erfüllt. Aktuell sieht es danach aus, als könnten wir bis zum Ablauf der Übergangsfrist zum 31.12.2020 möglicherweise alle 43 Förderkriterien erfüllen. Das KKN braucht den Vergleich also nicht scheuen. Es ist spät losgelaufen, hat aber gut aufgeholt und unterstützt mittlerweile bei vielen Themen die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Ländern mit seiner Expertise.

So ein Erfolg kommt nicht von allein: Ohne Sie, ohne Ihren unermüdlichen, kritischen und konstruktiven Einsatz, liebe Melderinnen und Melder, würden diese Zeilen heute ganz anders klingen. Bitte bleiben Sie uns gegenüber weiterhin so fleißig, treu und offen – wir freuen uns auf die positive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen!

Ihr KKN-Team

Unsere Wissenswelt – Test

Unsere Wissenswelt

Praktische Infos & Unterstützungmaterialien für Sie!

Wussten Sie schon? Das KKN bietet Ihnen eine Fülle an hilfreichen Informationen, die Ihnen den Umgang mit dem Melderportal und den Meldungen erleichtern. Egal, ob Sie neu einsteigen oder Ihr Wissen vertiefen möchten – wir haben genau das Richtige für Sie!

Handbuch

Alle Funktionen im Detail erklärt, jederzeit griffbereit.

Im digitalen Handbuch zum Melderportal unter werden im Kapitel Meldung und Meldungserfassung alle Eingabefelder erklärt und Tipps zum Ausfüllen gegeben. Im Abschnitt Hauptmenü werden die weiteren Funktionen des Melderportals, wie beispielsweise Korrekturanforderungen, Nachrichten und Datenrückmeldung erläutert. Informationen zu den Übersichten der Aufwandsentschädigung helfen Ihnen bei der Orientierung. Der Anhang mit Listen zur Seitenangabe bei paarigen Organen und zu den meldepflichtigen Nachsorgezeiträumen rundet das Angebot ab.

Das Handbuch zum Melderportal ist erreichbar über die Hilfeseite im Melderportal.

Vorträge Kolorektales Karzinom

Medizinisch genaue Illustration eines Darmpolyp beziehungsweise des kolorektalen Karzinoms in 3D

Vorträge Kolorektales Karzinom

Das kolorektale Karzinom stand im Fokus der Qualitätskonferenz am Mittwoch, 25. Juni 2025 als Teil unserer Dialogreihe Onkologische Versorgungsrealität Niedersachsen. Das Darmkrebszentrum und Cancer Center des Städtischen Klinikums Braunschweig und das KKN luden zum fachlichen Austausch und zur Diskussion ein.

Dr. med. Tonia Brand
Prof. Dr. Jan T. Kielstein
v.l.n.r.: Dr. Tonia Brand, Prof. Dr. Jürgen Krauter, Prof. Dr. Tim R. Glowka, Dr. Claudia Dietrich, Prof. Dr. Jan T. Kielstein, PD Dr. Henrike Lenzen, Prof. Dr. Martina Becker-Schiebe

Die Veranstaltungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N), kooperierender zertifizierter Onkologischer Zentren in Niedersachsen mit dem KKN und als Qualitätskonferenz angelegt. Sie findet viermal jährlich in den verschiedenen zertifizierten Onkologischen Zentren gemeinsam mit dem KKN zu unterschiedlichen Entitäten statt. Referentinnen und Referenten berichten zu den jeweiligen Tumorerkrankungen Aktuelles hinsichtlich der S3-Leitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie und der Studienlage. Das KKN stellt dazu die Behandlungsdaten des Registers vor.

Gemeinsam wollen wir zeigen, was das KKN zur Verbesserung der onkologischen Versorgung in Niedersachsen beitragen kann.

Vorträge vom 25. Juni 2025

  • Aktuelle Entwicklungen bei der Darmkrebsvorsorge: FIT, Koloskopie und KI
    • PD Dr. Henrike Lenzen
      Chefärztin Gastroenterologie, Hepatologie, Interventionelle Endoskopie & Diabetologie, Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Aktuelles zur Radiochemotherapie beim Rektumkarzinom
    • Prof. Dr. Martina Becker-Schiebe
      Leitende Oberärztin Strahlentherapie und Radioonkologie, Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Medikamentöse Therapie des Kolorektalen Karzinoms
    • Prof. Dr. Jürgen Krauter
      Chefarzt Hämatologie und Onkologie, Städtisches Klinikum Braunschweig

Save the Date
Die nächsten Qualitätskonferenzen finden im November 2025 statt: am 4. November kommen die Landeskrebsregister zu einer länderübergreifenden Qualiko zu Kopf-Hals-Tumoren zusammen und am 12. November diskutiert das KKN gemeinsam mit dem Pius-Hospital Oldenburg das Lungenkarzinom.

Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da.

E-Mail: rueckmeldung@kk-n.de

Telefon: 0511 277897-0

Vorträge Pankreaskarzinom

Medizinisch genaue Illustration von Bauchspeicheldrüsenkrebs in 3D

Vorträge Pankreaskarzinom

In der Veranstaltungsreihe Onkologische Versorgungsrealität Niedersachsen fand am 29. November 2023 die letzte Qualitätskonferenz im laufenden Jahr 2023 zum Pankreaskarzinom statt; ausgerichtet wurde die Qualitätskonferenz von dem Onkologisches Zentrum, St. Bernward Krankenhaus, Hildesheim und dem KKN.

Prof. Dr. Ludger Leifeld
Prof. Dr. Volker Ellenrieder
Prof. Dr. Jan Hinrichs
Dr. Tonia Brand
Prof. Dr. Ulrich Kaiser
Prof. Dr. Jörg Pelz
Prof. Dr. Jan Hinrichs, Dr. Tonia Brand, Prof. Dr. Volker Ellenrieder, Prof. Dr. Ulrich Kaiser, Prof. Dr. Ludger Leifeld, Prof. Dr. Jörg Pelz

Die Veranstaltungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N), kooperierender zertifizierter Onkologischer Zentren in Niedersachsen mit dem KKN und als Qualitätskonferenz angelegt. Sie findet viermal jährlich in den verschiedenen zertifizierten Onkologischen Zentren gemeinsam mit dem KKN zu unterschiedlichen Entitäten statt. Referentinnen und Referenten berichten zu den jeweiligen Tumorerkrankungen Aktuelles hinsichtlich der S3-Leitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie und der Studienlage. Das KKN stellt dazu die Behandlungsdaten des Registers vor.

Gemeinsam wollen wir zeigen, was das KKN zur Verbesserung der onkologischen Versorgung in Niedersachsen beitragen kann.

Download-Symbol im Stil von Linien, Dreiecken und Partikeln

Vorträge vom 29. November 2023

Save the Date
Die nächste Qualitätskonferenz findet am 13. März 2024 im
Ammerland Klinikum Westerstede statt und widmet sich der Entität
Ösophagus- und Magenkarzinome.

Die Termine und Entitäten für 2024 stehen fest. Hier geht es zum 2024-Jahresprogramm.
Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da.

E-Mail: rueckmeldung@kk-n.de

Telefon: 0511 277897-72

Qualitätskonferenz Kolorektales Karzinom

Medizinisch genaue Illustration eines Darmpolyp beziehungsweise des kolorektalen Karzinoms in 3D

Qualitätskonferenz Kolorektales Karzinom

Der kolorektale Karzinom steht im Fokus unserer nächsten Qualitätskonferenz am Mittwoch, 25. Juni 2025, 16-18.30 Uhr als Teil unsere erfolgreich etablierten Dialogreihe Onkologische Versorgungsrealität Niedersachsen. Das Darmkrebszentrum und Cancer Center des Städtischen Klinikums Braunschweig und das KKN laden Sie herzlich zum fachlichen Austausch und zur Diskussion ein.

Ihre Gastgeber sind das Darmkrebszentrum und Cancer Center des Städtischen Klinikums Braunschweig und das KKN

Die Veranstaltungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N), kooperierender zertifizierter Onkologischer Zentren in Niedersachsen mit dem KKN und als Qualitätskonferenz angelegt. Sie findet viermal jährlich in den verschiedenen zertifizierten Onkologischen Zentren gemeinsam mit dem KKN zu unterschiedlichen Entitäten statt. Referentinnen und Referenten berichten zu den jeweiligen Tumorerkrankungen Aktuelles hinsichtlich der S3-Leitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie und der Studienlage. Das KKN stellt dazu die Behandlungsdaten des Registers vor.

Gemeinsam wollen wir zeigen, was das KKN zur Verbesserung der onkologischen Versorgung in Niedersachsen beitragen kann.

Programm am 25. Juni 2025

  • Aktuelle Entwicklungen bei der Darmkrebsvorsorge: FIT, Koloskopie und KI
    PD Dr. Henrike Lenzen
    Chefärztin Gastroenterologie, Hepatologie, Interventionelle Endoskopie & Diabetologie, Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Aktuelles zur Radiochemotherapie beim Rektumkarzinom
    Prof. Dr. Martina Becker-Schiebe
    Leitende Oberärztin Strahlentherapie und Radioonkologie, Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Kolrektales Karzinom – Was sagen die Daten des Klinischen Krebsregisters Niedersachsen?
    Dr. med. Tonia Brand
    Ärztliche Leiterin des Registerbereichs des KKN
  • Minimalinvasive Chirurgie des Kolorektalen Karzinoms
    Prof. Dr. Tim R. Glowka
    Chefarzt Allgemein-& Viszeralchirurgie, Zentrumsleitung, Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Medikamentöse Therapie des Kolorektalen Karzinoms
    Prof. Dr. Jürgen Krauter
    Chefarzt Hämatologie und Onkologie, Städtisches Klinikum Braunschweig
  • Qualitätsoffensive CCC Niedersachsen: Tumordokumentation Kolorektale Karzinome Best Practice
    Dr. Claudia Dietrich
    Koordinatorin des Cancer Center Braunschweig

Organisatorisches

Die Qualitätskonferenz ist als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. die Referentinnen und Referenten und der Veranstalter befinden sich vor Ort. Eine gewisse Anzahl von Teilnehmenden kann an der Konferenz persönlich vor Ort teilnehmen und die Vorteile des persönlichen Austausches nutzen. Selbstverständlich besteht weiterhin die Möglichkeit, wie in den letzten zwei Pandemie-Jahren gewohnt, der Konferenz online beizuwohnen. Um die Konferenz organisatorisch bestmöglich vorzubereiten, bitten wir Sie, Ihre Teilnahme – ob in Präsenz oder digital – im Anmeldeprozess anzugeben.

Zielgruppe

Wir laden alle Ärztinnen und Ärzte aus Krankenhäusern, Praxen, MVZ, medizinisches Personal sowie Dokumentarinnen und Dokumentare herzlich ein.

Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da.

E-Mail: rueckmeldung@kk-n.de

Telefon: 0511 277897-0

Qualitätskonferenz Ovarialkarzinome

Qualitätskonferenz Ovarialkarzinome

Ovarialkarzinome stehen im Fokus unserer nächsten Qualitätskonferenz am Mittwoch, 18. September 2024, 16-18.30 als Teil unsere erfolgreich etablierten Dialogreihe Onkologische Versorgungsrealität Niedersachsen. Das das UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das KKN laden Sie herzlich zum fachlichen Austausch und zur Diskussion ein.

Ihre Gastgeber sind das Universitäts-Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das KKN

Die Veranstaltungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt des Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N), kooperierender zertifizierter Onkologischer Zentren in Niedersachsen mit dem KKN und als Qualitätskonferenz angelegt. Sie findet viermal jährlich in den verschiedenen zertifizierten Onkologischen Zentren gemeinsam mit dem KKN zu unterschiedlichen Entitäten statt. Referentinnen und Referenten berichten zu den jeweiligen Tumorerkrankungen Aktuelles hinsichtlich der S3-Leitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie und der Studienlage. Das KKN stellt dazu die Behandlungsdaten des Registers vor.

Gemeinsam wollen wir zeigen, was das KKN zur Verbesserung der onkologischen Versorgung in Niedersachsen beitragen kann.

Ärztin, die einen Vortrag hält

Programm am 18. September 2024

  • Operative Therapie des Ovarialkarzinoms
    OA Dr. med. Mir Fuad Hasanov
    Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitätsmedizin Göttingen
  • Das Ovarialkarzinom – Was sagen die Daten des Klinischen Krebsregisters Niedersachsen?
    Dr. med. Tonia Brand
    Ärztliche Leiterin des Registerbereichs des KKN
  • Standards und Perspektiven in der Therapie des Ovarialkarzinoms
    PD Dr. med. Mignon-Denise Keyver-Paik
    Chefärztin der Frauenklinik am Klinikum Wolfsburg
  • Qualitätsoffensive CCC Niedersachsen: Qualitätsindikatoren in der Versorgung der Patientinnen mit Ovarialkarzinom – von den S3-Leitlinien zu Kennzahlen
    PD Dr. med. Friederike Braulke
    Geschäftsführerin des UniversitätsKrebszentrums der Universitätsmedizin Göttingen, Sprecherin des Onkologischen Zentrums der Universitätsmedizin Göttingen
  • Was bedeuten Qualitätsindikatoren für Patientinnen und Patienten?
    Andrea Hahne
    Referentin des BRCA-Netzwerk e.V.

Organisatorisches

Die Qualitätskonferenz ist als Hybrid-Veranstaltung geplant, d.h. die Referentinnen und Referenten und der Veranstalter befinden sich vor Ort. Eine gewisse Anzahl von Teilnehmenden kann an der Konferenz persönlich vor Ort teilnehmen und die Vorteile des persönlichen Austausches nutzen. Selbstverständlich besteht weiterhin die Möglichkeit, wie in den letzten zwei Pandemie-Jahren gewohnt, der Konferenz online beizuwohnen. Um die Konferenz organisatorisch bestmöglich vorzubereiten, bitten wir Sie, Ihre Teilnahme – ob in Präsenz oder digital – im Anmeldeprozess anzugeben.

Zielgruppe

Wir laden alle Ärztinnen und Ärzte aus Krankenhäusern, Praxen, MVZ, medizinisches Personal sowie Dokumentarinnen und Dokumentare herzlich ein.

Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da.

E-Mail: info@kk-n.de

Telefon: 0511 277897-0

Melderportal-Tipp

Eine Ärztin hält eine Glühbirne in ihrer Hand.

Melderportal-Tipp

Sie fragen, wir antworten. In letzter Zeit klärte unser Telefondienst besonders häufig über die Frage auf, wie Sie melden sollten, wenn Sie als Arzt oder Ärztin in ein anderes Bundesland umziehen. Hin und wieder kommt es vor, dass Patientinnen oder Patienten die Therapie gleich beim ersten Gespräch verweigern – wie Sie dies melden, klären wir auch auf. Schließlich weisen wir auf ein Update der WHO zu niedriggradiger muzinöser Neoplasie der Appendix (LAMN) hin; diese ist nun eine meldepflichtige Tumorerkrankung.

Meldung beim Umzug in ein anderes Bundesland

Wenn Sie als Ärztin oder Arzt in ein anderes Bundesland umziehen, brauchen Sie nicht mehr ans KKN zu melden.

Informieren Sie in diesem Fall bitte das KKN, dass Sie Niedersachsen verlassen und registrieren Sie sich beim Krebsregister des Bundeslandes, in das Sie wechseln. Die Krebsregister tauschen die Meldungen zu Patientinnen udn Patienten mit bundeslandübergreifender Behandlung untereinander aus, so dass die Tumorhistorien in den Krebsregistern vollständig sind.

Beispiel

Sie waren bisher in einer niedersächsischen Einrichtung tätig und wechseln zum nächsten Quartal nach Hamburg:
– Informieren Sie das KKN über Ihren Wechsel. Wir besprechen mit Ihnen die Schritte zum Schließen Ihres Melderportal-Accounts.
– Registrieren Sie sich zu Ihrem Tätigkeitsbeginn in Hamburg beim Hamburgischen Krebsregister.
– Melden Sie ab Ihrem Tätigkeitsbeginn in Hamburg alle Patientinnen und Patienten, die Sie in Hamburg behandeln, an das Hamburgische Krebsregister.
– Meldungen zu Patientinnen und Patienten, die Sie bereits in Niedersachsen behandelt haben und die Sie jetzt in Hamburg weiterbehandeln, leitet das Hamburgische Krebsregister an das KKN weiter, so dass das KKN weiß, was mit den Patientinnen und Patienten weiter passiert (ist).

Dokumentation von abgelehnten Therapien

Wenn eine Patientin oder ein Patient gleich beim ersten Gespräch die Therapie verweigert, besteht keine Meldepflicht.

Falls die Therapie bereits begonnen hat und die Patientin oder der Patient währenddessen die weitere Therapie verweigert, legen Sie eine Strahlen- oder systemische Therapiemeldung an und wählen Sie als Meldeanlass „Therapieende“ mit dem Beendigungsgrund „Patient verweigert Therapie“ aus.

Für verweigerte Operationen gibt es bisher noch keine Erfassungsmöglichkeit.

LAMN

Seit September 2022 stuft die WHO die niedriggradige muzinöse Neoplasie der Appendix (LAMN) als eine in situ-Neoplasie ein. Durch diese Aktualisierung zählt die Diagnose eines LAMN zu den meldepflichtigen Tumorerkrankungen.

Bitte kodieren Sie gemäß WHO-Update vom September 2022 Low-grade muzinöse Neoplasien der Appendix (LAMN) wie folgt:

Morphologie ICD-O 8480/2
ICD-10-GM D 01.0
Lokalisation ICD-O C18.1
TNM Tis (LAMN) oder T3T4a M1a oder M1b
Grading: L

TNM für LAMN Beschreibung
Tis (LAMN) Begrenzt auf die Appendix – definiert als eine Beteiligung mit azellulärem Muzin oder einem schleimbildenden Epithel, welches sich bis in die Muscularis propria ausdehnen kann
T1-T2 Nicht anwendbar, durch andere T-Kategorie abgedeckt
T3 Mit Beteiligung Subserosa oder Mesoappendix
T4a Mit Beteiligung der (visceralen) peritonealen Oberfläche
M1a Nur intraperitoneales Muzin
M1b Nur intraperitoneale Metastasen, eingeschlossen muzinöse Epithelzellen
M1c Nicht relevant = entfällt
N1a, b, c Nicht relevant = entfällt
N2 Nicht relevant = entfällt

Tipps und Hinweise zur Tumordokumentation finden Sie auch in den Ausfüllhinweisen im Melderportal und im Handbuch.

Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Haben Sie Fragen?
Wir sind für Sie da.

E-Mail: info@kk-n.de

Telefon: 0511 277897-0

Service-Hotline kürzer erreichbar

Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Service-Hotline kürzer erreichbar

Aufgrund einer betriebsinternen Veranstaltung sind wir am Dienstag, 29. Oktober 2024 eingeschränkt erreichbar.

Sie erreichen unseren Telefondienst an diesem Tag von 9-12 Uhr.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Service-Hotlines stehen Ihnen bei Fragen zur Dokumentation, Meldungsbearbeitung, Abrechnung, Melderschulung und Auswertung zur Seite – neben dem Telefondienst auch per E-Mail oder über die Kontaktmöglichkeiten des Melderportals.

Unsere sonstigen Kommunikations- und Informationskanäle

Telefonistin mit Headset

Telefonisch

Mediziner im blauen Kittel arbeitet mit einem Tablet als Symbolbild für die digitale Tumordokumentation

Nachricht über das Melderportal

Schulungsvideos auf YouTube, auch außerhalb der Öffnungszeiten

Handbuch, auch außerhalb der Öffnungszeiten

Menschliche Hände halten schwebende Briefsymbole

Newsletter

Service-Hotline über die Feiertage

Mit Lichterkette beleuchteter grüner Weihnachtsbaum als Hintergrundbild

Service-Hotline über die Feiertage

Sie erreichen uns zwischen Weihnachten und Neujahr auf den bekannten Kanälen.

Im Telefondienst sind wir vom 23. Dezember 2024 bis zum 2. Januar 2025 von 9-12 Uhr für Sie da.

Rückansicht einer Beraterin, die ein Mikrofon-Headset eines Telefonisten für die Kundenbetreuung am Arbeitsplatz trägt. Anteil des Werbebanners.

Telefondienst
vom 23.12.2024 – 02.01.2025
9-12 Uhr
unter 0511 277897-0

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen bei Fragen zur Dokumentation, Meldungsbearbeitung, Abrechnung, Melderschulung und Auswertung zur Seite – ob persönlich am Telefon, schriftlich per E-Mail oder über die Kontaktmöglichkeiten des Melderportals.

Danke für die bislang fruchtbare Zusammenarbeit! An der Schwelle des neuen Jahres wünschen wir Ihnen Zeit und Muße, auch mal offline zu gehen, für Gespräche und gute Bücher!

Starten Sie gesund in ein wundervolles 2025 – Wir sehen & hören uns.

Unsere sonstigen Kommunikations- und Informationskanäle

Mediziner im blauen Kittel arbeitet mit einem Tablet als Symbolbild für die digitale Tumordokumentation

Nachricht über das Melderportal

Schulungsvideos auf YouTube, auch außerhalb der Öffnungszeiten

Handbuch, auch außerhalb der Öffnungszeiten